Diabetes mellitus

Informationen für Betroffene und Angehörige

Was ist Diabetes mellitus?

Die Krankheit Diabetes mellitus wird im Volksmund als Zuckerkrankheit bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Stoffwechselstörung, die zu einer dauerhaften Erhöhung der Blutzuckerwerte führt (Hyperglykämie). Ursache dafür kann ein Insulinmangel, eine Insulinresistenz oder aber beides sein. Aufgrund der unterschiedlichen Krankheitsentstehung kann der Diabetes mellitus in folgende Formen eingeteilt werden:

Symptome eines Diabetes mellitus

Die Symptome eines Diabetes mellitus können, abhängig von der Diabetesform, sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Manche Betroffene sind lange Zeit symptomfrei, fühlen sich gesund und bemerken die Krankheit daher zunächst gar nicht. Bei anderen treten die Symptome heftig und plötzlich in Form eines diabetischen Komas (Coma diabeticum) mit Bewusstlosigkeit auf. Eine solch heftige Symptomatik ist charakteristisch für einen Diabetes Typ 1 und liegt im absoluten Insulinmangel dieser Diabetesform begründet. Typisch sind zudem ein Leistungsabfall, starker Durst, vermehrtes Wasserlassen und eine starke Gewichtsabnahme. Ein Diabetes Typ 2 zeigt sich zunächst unspezifisch in einer Müdigkeit und einer Leistungsverminderung der Betroffenen, die Symptome entwickeln sich langsam. Der Typ 2 Diabetes geht häufig mit Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten einher.

Zahlen und Fakten

Die Zahl der Diabeteserkrankungen nimmt weltweit ständig zu. Schätzungsweise 246 Millionen Menschen leiden derzeit unter der Krankheit, bis zum Jahre 2025 wird eine Zunahme auf 350 Millionen prognostiziert. In Europa liegt die Zahl der Diabetesfälle der Einwohner im Alter von 20 bis 79 Jahren bei 8,4 %. In Deutschland sind etwa 6 Millionen Menschen betroffen, was einer Häufigkeit von 7,3 % entspricht. Über die Hälfte der Diabetiker sind über 60 Jahre alt.

Bei Kindern ist Diabetes mellitus die häufigste Stoffwechselerkrankung, 95 % leiden an einem Diabetes vom Typ 1. Aktuellen Schätzungen zufolge sind derzeit zwischen 21.000 und 24.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland erkrankt, wobei die Rate der Neuerkrankungen jährlich um 3 bis 5 % steigt.

Folgekrankheiten

Diabetes-Patienten haben ein erhöhtes Risiko für eine Reihe verschiedener Krankheiten. Sie leiden:

Rund 80 % der Todesfälle bei Diabetikern sind durch eine Herzkreislauferkrankung begründet, deren Folge ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt war. Die Folgen eines Diabetes sind abhängig davon, wie stark die Blutzuckererhöhung ist und wie lange diese bereits andauert. Für alle Diabetesformen gilt, dass, je früher die Krankheit erkannt und behandelt wird, das Risiko einer Folgeerkrankung sinkt.

Lydia Köper

depression-info.net bookmarken

Diabetes-News von Curado.de

  • Aus für einen 300-Millionen-Markt
    Lebensmittel, die mit dem Etikett "für Diabetiker geeignet" werben, wird es bald nicht mehr geben. Ab Oktober 2012 dürfen nur noch die Bestände verkauft, aber keine neuen Produkte mehr hergestellt werden, berichtet das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".
  • Nicht quetschen beim Zuckertest
    Grundlage für eine gute Diabetes-Therapie sind regelmäßige Blutzucker-Kontrollen. Zumeist muss dafür die Fingerkuppe herhalten. Das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" empfiehlt, Zeigefinger und Daumen zu schonen, weil sie im Alltag am häufigsten gebraucht werden - und vor dem Messen unbedingt die Hände zu waschen.
  • Wie Sport den Zucker senkt
    Dass körperliche Aktivität den Blutzucker senkt, weiß jeder Diabetes-Patient aus eigener Erfahrung. Forscher aus Basel fanden jetzt heraus, auf welchem Weg die Muskelarbeit in den Stoffwechsel eingreift. Wie das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" berichtet, produzieren aktive Muskeln einen Botenstoff, der ins Blut ausgeschüttet wird und im Darm die Produktion eines speziellen Hormons (GLP-1) stimuliert.
  • "Diabetestherapie chronisch unterfinanziert"
    In Deutschland gibt es mehr als 600 diabetologische Schwerpunktpraxen, die auf die Versorgung Zuckerkranker spezialisiert sind. Doch die Budgets der Kassen schränken die Möglichkeiten der Ärzte ein, beklagt Dr. Richard Daikeler, niedergelassener Diabetologe in Sinsheim, im Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber".