Diabetes mellitus

Informationen für Betroffene und Angehörige

Wissenswertes über Diabetes mellitus

Diabetiker-Schulungen

Um Diabetikern Hilfe im Umgang mit ihrer Krankheit zu leisten, werden spezielle Diabetiker-Schulungen angeboten. Die meisten Betroffenen fühlen sich nach der Diagnostizierung der Krankheit stark überfordert. Die vom Arzt verlangte Umstellung der Lebensgewohnheiten oder auch der richtige Umgang mit den Medikamenten bereiten große Schwierigkeiten, sollen und müssen sie doch sofort umgesetzt werden. Die Aufgabe von Diabetes-Schulungen ist es, die Betroffenen den richtigen Umgang mit ihrer Krankheit zu lehren. Dabei wird nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch an der Umsetzung des Erlernten im Alltag des Patienten gearbeitet. Generell stehen bei den Schulungen Themen wie Ernährung und die Umstellung von Ernährungsgewohnheiten, Krankheitsauslöser, Folgeerkrankungen, Vorsorgeuntersuchungen und Behandlungsmöglichkeiten sowie der Umgang mit Insulin auf dem Plan.

Diabetes und Sport

Bei einem Typ 2 Diabetes ist Sport Teil der Therapie, da körperliche Aktivität der Schlüssel für eine gute Insulinwirkung ist. Um eine deutliche Verbesserung zu erzielen, muss kein Hochleistungssport betrieben werden – schon zügiges Spazierengehen oder entspanntes Radfahren verbessert die Wirkung des körpereigenen Insulins und wirkt somit der Insulinresistenz, die kennzeichnend für den Diabetes Typ 2 ist, entgegen. Wichtig ist, dass der Sport regelmäßig, also mehrmals pro Woche, betrieben wird. Auch wenn der Blick auf die Waage enttäuscht und die Kilos trotz körperlicher Aktivität nicht purzeln wollen – die positive Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem und damit auch auf den Zuckerstoffwechsel ist trotzdem vorhanden und die Mühe keinesfalls umsonst.

Bei einem Typ 1 Diabetes gestaltet sich die sportliche Aktivität etwas schwieriger, was jedoch keinesfalls heißt, das sie nicht möglich wäre. Sport ist gesund – auch für Betroffene dieser Diabetesform. Die Bauchspeicheldrüse eines gesunden Menschen passt den Insulinbedarf permanent an die jeweiligen Gegebenheiten an. Da bei einem Diabetes Typ 1 ein echter Insulinmangel durch die Zerstörung der Betazellen vorliegt, muss das Insulin über Injektionen von außen zugeführt werden. Dadurch wird auf starke Veränderungen des Blutzuckerspiegels, die beispielsweise durch Sport hervorgerufen werden können, erst mit einer gewissen Verzögerung reagiert. Daher ist es Voraussetzung, dass die sportliche Aktivität geplant wird und entsprechend bei der Berechnung der Insulindosis und der Kohlehydratzufuhr berücksichtigt wird. Um Probleme zu vermeiden, sollten Typ 1 Diabetiker folgende Grundsätze beachten:

Lydia Köper

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Das Glossar erläutert die wichtigsten Begriffe rund um das Thema Diabetes mellitus.

Damit man sich beim Sport nicht überlastet kann die Kontrolle mit einer Pulsuhr hilfreich sein.

Diabetes-News von Curado.de

  • Keine Angst vor Insulinspritzen
    Fast jeder Diabetiker vom Typ 2 hört irgendwann von seinem Arzt, jetzt sei es Zeit, von Tabletten auf Spritzen umzusteigen, weil die Blutzuckerwerte dauerhaft zu hoch sind - im Durchschnitt nach neun Jahren der Krankheit.
  • Diabetiker haben höheres Krebsrisiko
    Menschen mit Diabetes Typ 2 erkranken Studien zufolge ein höheres Krebsrisiko. Dafür ist jedoch möglicherweise nicht die Diabeteserkrankung selbst verantwortlich, sondern Lebensstilfaktoren: Übergewicht, insbesondere Bauchfett, steigert das Risiko sowohl für Diabetes Typ 2 als auch für Krebs.
  • Diabetiker sollten Haut im Winter besonders schützen
    Im Winter leidet die Haut - kalte Temperaturen einerseits und Heizungsluft andererseits entziehen dem Organ Feuchtigkeit. Besonders Menschen mit Diabetes, die häufig unter Funktionsstörungen der Haut leiden, sollten sich zu dieser Jahreszeit effektiv schützen, rät die Deutsche Diabetes-Hilfe.
  • Kinder mit Diabetes: Automatische Insulingabe verbessert Lebensqualität
    Diabetes mellitus ist die häufigste Stoffwechselerkrankung im Kindes- und Jugendalter. Etwa 25 000 Kinder unter 20 Jahren sind davon betroffen. 3000 davon tragen eine dauerhafte Insulinpumpe am Körper; der Rest spritzt täglich mehrmals das Hormon Insulin sozusagen manuell.